„Du bist nicht mehr da, wo Du warst, aber Du bist überall, wo wir sind“ (Victor Hugo)

Sternen­kind­bilder

Das erste und letzte Bild

Icon-Symbolbild zwei Menschen, Trost

In Deutschland gibt es zwei Organisationen, die sich zur Aufgabe gemacht haben, ehrenamtlich Sternenkinder mit ihren Eltern zu fotografieren und so Erinnerungen zu schaffen. 

Baby ruht auf Mutters Arm und Hand, Im Bildfokus sind dessen Füße

Wie bewahrt man das Kind am besten auf bis der/die Sternenkind­fotograf*in kommt?

Die zuverlässigste Methode zur Lagerung der Kinder ist in der Regel im Behälter mit kaltem Wasser und im Kühlschrank, wenn keine medizinischen Gründe dagegen sprechen (z.b. Spina bifida oder invasive pathologische Untersuchungen), und wenn sie nicht bei den Eltern sind oder fotografiert werden. Nähere Informationen hier . Durch diese Art der Lagerung werden die sichtbare Spuren des Todes gemindert.

Wann kontaktiere ich die Organisation, damit sie Fotos machen?

Der beste Zeitpunkt anzurufen ist, wenn die Eltern in die Klinik gehen, also z.B. zu Beginn der Einleitung, also zeitnah vor der Geburt. Es können sowohl die Eltern selbst anrufen oder ein Stellvertreter (z.B. Klinik), wichtig ist die Einverständniserklärung der Eltern.

Wichtig: IMMER über die zentrale Einsatzerfassung rufen, nie bei Fotografen direkt. Nur dann ist gewährleistet, dass alle möglicherweise zur Verfügung stehenden Fotografinnen und Fotografen erreicht werden und alles geregelt ist.

Wie verändert sich mein totes Kind nach der Geburt optisch?

  • Lippen sind dunkelrot: der Sauerstoffarmut des Bluts nach Tod führt dazu, dass die Farbe des Bluts dunkel wird; es sammelt sich in den kleinen Gefäßen der Lippen 
  • Hautmazeration (Ablösung der äußeren Hautschicht) durch das Fruchtwasser und die nicht mehr intakte Hautbarriere 
  • Hautfarbe verändert sich von normal, über rot und grünlich-braun zu dunkelbraun, da sich beim Abbau des Hämoglobins andere chemische Verbindungen ergeben, die diese verschiedenen Farbe haben 
  • Sterile Autolyse: die körpereigenen Enzyme beginnen, die toten Zellen des ganzen Körpers zu zersetzen (Selbstauflösung)


Je länger der Tod her ist, desto stärker sind die Veränderungen auch intrauterin. 12 bis 24 Stunden nach dem Tod werden erste Veränderungen an der Haut sichtbar.

0175-7130557
Zum Onlineforum
E-Mail schreiben
Beratung in Signal