*Das Märchen vom Sternenkind*

Der liebe Gott ging seiner täglichen Arbeit nach und schickte neue Kinder auf die Welt. Ein Engel half ihm bei der Auswahl und der liebe Gott wählte sehr sorgfältig aus, welche Kinder zu welchen Eltern passten.

Gott: "Zur Frau Müller schicke ich den Buben, der ist sehr lebendig und Frau Müller hat nicht viel Geduld. Das wird sie lernen müssen. Beide werden in diesem Leben lernen Ruhe füreinander zu finden, auch wenn es nicht immer einfach wird."

Er wählte noch einige Kinder aus für die passenden Eltern.

Aber dann kamen wohl wir an der Reihe: "Und diese Familie bekommt dieses Sternenkind."

Der Engel sprach verwundert: "Aber lieber Gott, warum denn diese Familie? Sie sind doch so glücklich und so gute Menschen"

Gott: "Ja das sind sie, aber genau deswegen bekommen sie dieses gesegnete Kind. Sie lieben (ihre) Kinder über alles und sie werden auch dieses Kind lieben in ihrem Herzen. Eben diese Menschen können ein Kind bis in die Jenseitswelt hinaus unendlich lieben! Deshalb habe ich sie auserwählt."

Engel: "Aber was ist, wenn sie verzweifeln, werden sie es überhaupt verkraften können?" Gott: "Ich werde ihnen die nötige Kraft und Zuversicht geben! Sie werden anfangs zwar sehr verzweifelt sein und sehr viel weinen, aber sie werden lernen, dass man Dinge im Leben nicht beeinflussen kann und manche Dinge in ihrem Leben noch nicht zu verstehen sind. Sie werden es annehmen und damit leben können.  Sie werden sehr bewusst jeden Tag auskosten mit ihren (zukünftigen) Kindern und jede Minute des Lebens mit Glück und Liebe erfüllen."

Engel: "Aber lieber Gott, was ist wenn sie ihren Glauben an dich verlieren in dieser Not?"

Gott: "Vielleicht werden sie auf mich wütend sein, vielleicht werden sie mich eine zeitlang sogar dafür hassen, aber mit der Zeit werden sie ihren Glauben stärken."

Engel: "Aber wodurch denn?"

Gott: "Sie werden merken, dass ich ihnen ihr Kind nicht weggenommen habe, sie werden ihr Kind spüren und fühlen. Sie bekommen einen kleinen Einblick in die Jenseitswelt und werden mit ihr sehr innig verbunden sein, weil sie dort jemanden haben, denn sie so sehr lieben. Sie werden wissen, dass ihr Kind trotzdem bei ihnen ist und sie besonders gut beschützt. Sie werden dafür kleine Zeichen bekommen und sie werden eines Tages ein besonderes Geschenk bekommen von mir für ihren Verlust."

Der Engel fragt ganz neugierig:

"Lieber Gott, welches Geschenk denn?"

Gott: "Wenn es Zeit wird für die Eltern und ich sie zu mir holen werde, dann wird ihr Sternenkind das erste sein, was sie sehen. Sie werden dann zusammen alle Zeit der Welt haben, um das nachzuholen, was ihnen in der Menschenwelt genommen worden ist. Sie werden diese Zeit ausleben und genießen, ohne Stress, ohne Krankheit, ohne Verpflichtungen. Es wird dann nur noch die Eltern und das Sternenkind geben und sie werden so glücklich sein, wie nie zuvor. Während andere verstorbene Eltern die keine Sternenkinder haben, sich noch lange gedulden müssen, bis sie eins ihrer Kinder in die Arme schließen können. Und irgendwann folgen auch die Geschwister und dann ist die Familie für immer vereint."

Engel: "Ja das ist ein wundervolles Geschenk, die Familie ist für ein Sternenkind sehr geeignet!"

Quelle : Autor unbekannt


Wo bist Du ?
frage ich das kleine Licht.

Hier bin ich Mama !
Spürst Du mich nicht ?

Ich spüre Dich,
doch sehe ich Dich nicht,
entgegne ich dem Licht
und höre wie es spricht:

Es zählt nicht, was Du siehst oder nicht.
Wichtig ist nur, Du spürst mein Licht-
in Dir, Mama, nicht äußerlich !

Ich spüre Dich deutlich,
innerlich.
Zum greifen nah, fehlt nur ein Stück.
Zum richtigen Glück.
Warum bist Du gegangen, mein kleines Licht,
so traurig bin ich,
ohne Dich.

Ach Mama,
so weine doch nicht.
Ich bin in Sicht,
schliesse die Augen und fühle mich,
ich bin ganz nah.

Warum ?
ich wieder frag,
warum nur gehst Du,
kleines Licht,
lässt mich im Stich,
ich liebte Dich !

So lieb mich weiter,
ich bin doch da !

Warum ?
ist alles,
was aus mir spricht,
und so erklärt mir das kleine Licht:

Nicht traurig sein Mama,
ich liebe Dich.

Der kleine Körper, den ich besaß,
der wollte nicht,
hinderte mich zu werden
was ich werden wollte,
Dein gesundes kleines Licht.
Nie wollt ich verlassen Dich,
doch musste ich,
wollt doch nicht krank sein Mama,
verstehst Du mich ?

Schmerzlich erklärte ich dem Licht,
am verstehen scheitert's nicht,
nur tut es so weh.

Meine Mama,
so weine nicht,
Zeit vergeht,
bald bin ich wieder in Sicht !
Kämpfe für mich !
Ich brauche Dich !
Ich liebe Dich !

Mein süßes kleines Licht,
wie kann ich kämpfen für Dich,
Du bist doch schon tot.

Nein Mama,
nicht tot bin ich.
Nur Zeit brauche ich,
ein bisschen nur,
ich bitte Dich,
empfange mich,
gleich herzlich wie beim ersten mal !

Wie anders außer herzlich könnt ich
empfangen Dich,
Du süßestes Licht,
sehnsüchtig erwarte ich Dich.

Also dann Mama,
nicht traurig sein !
Erwarte mich !
Bald bin ich Dein !

Mein Licht soll strahlen,
richtig hell,
so dass Du nie den Mut verlierst,
tot ist nicht mein Lebenslicht,
nur der Körper musste geh'n.
Ich bin bei Dir,
ich leuchte Dir,

Du bist meine Mama
und ich liebe Dich.

Quelle: Autor unbekannt

Wer sagt die Zeit heilt Wunden,
der hat es nicht gesehn,
der hats noch nicht empfunden,
wenn geliebte von uns gehen.

Wer sagt es geht doch weiter,
das Leben und die Welt,
der kennt nicht diese Schwere,
die mich so oft befällt.

Wer sagt, ich kanns verstehen,
sie fehlt dir halt so sehr
und kennt die Schmerzen selbst nicht,
sagt besser gar nichts mehr.

Wie will er denn verstehen,
steckt nicht in meiner Haut,
kennt nicht den Strick um meinen Hals,
der mir den Atem raubt.

Ich weiß, sie wollen helfen,
mit Worten gut gemeint
doch ist das keine Hilfe,
wenn man nicht mit mir weint.

Und andre schweigen einfach,
weil sie so hilflos sind.
Sie wollen mich nicht verletzen,
doch töten so mein Kind.

Ich will nicht euer Beileid,
das so kein Trost mir ist.
Was ich brauch ist ein Herz,
das nie mein Kind vergisst.

Ja, Trost das wär so einfach,
die Nähe, die entsteht,
bei dem Versuch zu trösten,
wenn man den Weg gemeinsam geht.

Quelle: Autor bekannt

Kleines Seelchen in der Nacht,

hast mir so viel Glück gebracht,

musstest gehen,

bist nun fort,

weit an einem schönen Ort.

Regenbogen, Wasserfall, 

grüne Wiesen überall,

hier willst du ganz sicher bleiben.

Kleines Seelchen warte dort,

wart auf mich an diesem Ort.

Eines Tages,

du wirst sehen,

werden wir uns wiedersehen.



Quelle: Autor unbekannt