„Du bist nicht mehr da, wo Du warst, aber Du bist überall, wo wir sind“ (Victor Hugo)

Es sind häufig ähnliche Fragen, die sich die Betroffenen stellen. Die meistgestellten haben wir hier aufgeführt.
Eine Fehlgeburt ist das Ende einer Schwangerschaft vor der 24. Schwangerschaftswoche, man unterscheidet in Früh- oder Spätaborte.
Das ist schwer zu beziffern, da es Fehlgeburten nicht meldepflichtig sind. Man schätzt die Zahl auf 10-15%, wobei die Zahl je nach Quelle variiert, und die Dunkelziffer sicher weit höher ist.
Wenn es keine nachgewiesenen gesundheitlichen Faktoren bei den Eltern gibt, basieren Fehlgeburen meist auf chromosomalen Fehler des Kindes, auf die man keinen unmittelbaren Einflus nehmen kann. Ein gesunder Lebensstil. kein Nikotin, kein Alkohol, ein normales Gewicht und eine gewisse Fitness senken jedoch das Risiko.
Es besteht ein Anspruch auf eine Hebamme, es gibt Seelsorger, Sternenkindvereine, Trauerbegleiterinnen mit diesem Schwerpunktthema und Schwangerschaftsberatungsstellen.
Man hat die Möglichkeit auf den natürlichen Abgang zu warten, es gibt Medikamente, die die Geburt beschleunigen sollen oder es wird eine Absaugung durchgeführt.
Grundsätzlich ja, nur in NRW, Bayern und Hessen, gibt es einen „Friedhofszwang“. Eine Ausnahmegenehmigung kann diesen aufheben.
Es gibt keine wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit, man kann jedoch einige Dinge ausprobieren.
Nein. Drogen, Alkohol oder Nikotin sind jedoch sehr schädlich für das Kind.
Jeder Mensch ist anders, wuchs anders auf und geht auch anders mit Gefühlen um. Das muss man akzeptieren und darüber im Gespräch bleiben, z.B. bei einem Paargespräch in einer Trauerbegleitung.
Ab der 13. SSW hat man einen Anspruch darauf.
In den meisten Fällen sind genetische Fehler des Embryos ursächlich. Kommt es zu mehreren Aborten können systemische Ursachen dahinterstecken.
Im Onlineforum kann man sich Hilfe und Trost suchen. Außerdem gibt es Onlinetreffen für den virtuellen Austausch, regionale Selbsthilfegruppen und Sternenkindvereine, die Gesprächskreise anbieten.
Blutungen mit oder ohne Gewebe und Schmerzen im Unterleib können darauf hindeuten. Zurückgehende Schwangerschaftssymptome können ein Hinweis sein. Bei späteren Verlusten kann auch ein Fruchtwasserabgang bemerkt werden.
Wenn du blutest und Unterleibschmerzen hast, suche deine*n Gynäkolog*in auf.
Ja, das ist möglich, es handelt sich um einen verhaltenen Abort oder missed abort.
Studien legen nahe, dass man ohne operativen Eingriff, der einen Regenerationszyklus sinnvoll macht, direkt weitermachen kann, wenn man seelisch bereit ist.
Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Wie jede Geburt anders ist, ist es auch in diesem Fall so. Manche Frauen warten nur ein paar Tage, andere mehrere Wochen bis die Blutung einsetzt. Und ist der Prozess los gegangen, dann bluten manche Frauen beispielsweise 7 Tage, andere 14 Tage und haben dann vielleicht noch länger Schmierblutungen.