„Du bist nicht mehr da, wo Du warst, aber Du bist überall, wo wir sind“ (Victor Hugo)

Anzeichen & Behandlung

Wenn eine Schwangerschaft unter keinem guten Stern steht

Icon-Symbolbild zwei Menschen, Trost
Ein Schwangerschaftsverlust oder eine unerwünschte Schwangerschaft passieren leider nicht selten (World Health Organisation WHO). Bei der Pränataldiagnostik können gesundheitliche Besonderheiten beim ungeborenen Kind festgestellt werden. Diesen Dingen sind wir ausgeliefert. Auf diese Situationen bleibt einem nur noch zu reagieren und einen selbst bestimmten Weg zu gehen, der einem ein gewisses Maß an Kontrollgefühl gibt.

Die Lage erfordert in Normalfall d.h. es liegt keine lebensbedrohliche Blutung oder eine Infektion vor,  keine überstürzten Entscheidungen und bedarf einer sofortigen Behandlung wie Operation oder Geburtseinleitung.
Du hast also Zeit, um die für Dich persönlich richtige Wahl zu treffen.

Wichtig ist an diesem Punkt eine gute und vollständige Aufklärung. Informationen sind wichtig, um eine fundierte und individuelle Entscheidung treffen zu können, mit der man langfristig leben kann.
In Momenten tiefen Schmerzes ist es wichtig, innezuhalten. Spontane Reaktionen aus dem Schock und aus akuter emotionaler Überforderung heraus können die seelische Belastung verstärken und die Heilung erschweren.

Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit auf Basis guter Informationen und Ruhe sind ganz wichtige Erfahrungen, um eine Krise gut bewältigen zu können.  

Spürbare Anzeichen

Fehlgeburt

  • vaginale Blutungen mit oder ohne Gewebeabgang
  • Unterleibkrämpfe
  • Rückenschmerzen
  • nachlassende Schwangerschaftssymptome
  • Fruchtwasserabgang bei späteren Fehlgeburten

Totgeburt

  • vaginale Blutungen mit oder ohne Gewebeabgang
  • Ausbleiben von Kindsbewegungen
  • Fruchtwasserabgang
  • Unterleibkrämpfe bzw. Wehen
  • Rückenschmerzen

Was tun?

Bemerkst du diese Anzeichen, dann erfordert dies eine sofortige ärztliche Untersuchung. Es folgt eine Übersicht über die unterschiedlichen Ausgangssituationen und die Behandlungsmöglichkeiten, wenn die Wahrnehmungen tatsächlich Zeichen für den Tod oder die einsetzende Geburt des Kindes waren.

Welche Handlungs­möglichkeiten habe ich, wenn sich die Anzeichen bewahrheitet haben?

frühe Fehlgeburt in den ersten 12 Wochen

  • Warten auf die natürlich einsetzende Geburt
  • medikamentöse Anregung
  • Operation (Absaugung bzw, Ausschabung)

Schwangerschafts­abbruch bis 8+6

  • medikamentöser Abbruch mit mifepriston- und misoprostolhaltigem Medikament
  • Operation

Schwangerschafts­abbruch zwischen 9+0 und 13+6

  • Operation

späte Fehlgeburt zwischen 12+0 und 22+6

  • Operation bis 13+6 üblich, wenige operieren auch noch darüber hinaus
  • Warten auf den natürlichen Beginn der vaginalen Geburt
  • Anregung der Geburt mit mifepriston- und misoprostolhaltigem Medikament

Abbruch bei medizinischer Indikation zwischen 13+0 und 19+6

  • Operation bis 13+6 üblich, wenige operieren noch darüber hinaus
  • Einleitung der Geburt mit mifepriston- und misoprostolhaltigem Medikament

Abbruch bei medizinischer Indikation ab 20+0 mit Fetozid und anschließender Totgeburt

  • Fetozid mit anschließender medikamentöser Geburtseinleitung

Totgeburt ab 23+0 oder Geburtsgewicht >500g

  • Warten auf das natürliche Einsetzen des Geburtsbeginns
  • medikamentöse Geburtseinleitung

palliative Geburt bei infauster Prognose

Das Kind wird bis zum Tag der Geburt ausgetragen und dann palliativ geboren, d.h. das Kind wird dann nicht maximal intensiv-medizinisch versorgt, sondern nur so, dass es schmerzfrei sterben kann.

Individueller Fall

Kontaktieren Sie uns für eine Beratung in Ihrem individuellen Fall. Sie können in Bochum eine kostenlose Beratung in Anspruch nehmen. Auch per Telefon,  Messenger Signal und per E-Mail steht Ihnen unsere Beratung zur Verfügung.

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